Livorno ist eine der wichtigsten Hafenstädte der Toskana und die größte Stadt in ihrer Umgebung, weshalb auch die Provinz nach ihr benannt ist. Die Küste Livornos befindet sich zwischen Livorno und Piombino und umschließt die verschiedensten toskanischen Strände des Ligurischen Meeres entlang der Costa Etrusca. In den meisten Städten gibt es Kiesstrände und felsige Gebiete, in einigen wenigen weiße Sandstrände und in manchen gemischte Strände, die stets von der Natur und der Wetterlage beeinflusst werden. Livorno ist eine historische Stadt, die schon früher aufgrund ihrer Nähe zu den Inseln geschätzt war, die heute vom Parco Nazionale Arcipelago Toscana als Naturschutzgebiet eingestuft sind.
Neben Städen wie Florenz und Siena, gehört auch Livorno zu der "Associazione delle Città d'Arte e Cultura" (CIDAC), die für historische Städte steht, die eine bedeutende Rolle in der Entwicklung der Kunst und Kultur spielen.
Ursprünglich war Livorno ein armes Fischerdorf. Das erste Mal wurde der Ortsname in einem Dokument im Jahre 904 erwähnt, doch seine Wurzeln reichen bis in die Zeit der Etrusker zurück. Erst Cosimo I aus der Medici-Familie erkannte das Potential der Stadt, die sich im 16. Jahrhundert erholte und in kürzester Zeit zur größten und wichtigsten Hafenstadt am Mittelmeer wurde. Livorno war ein Handelsknotenpunkt und aus dem einst kleinen Dorf wurde eine Stadt, die für wirtschaftlichen Wachstum und Wohlstand stand. Als die Medici-Familie begann, die Verwaltung Livornos zu übernehmen, fing sie auch bald an, ihre eigene Bleibe, den Palazzi Mediceo, sowie die Festung, die Fortezza Vecchia, zu erbauen. Anschließend wurde im Jahre 1557 die neue und modernere Festung, die Fortezza Nuova, errichtet. Ein weiteres wichtiges Gebäude ist der Duomo di Livorno, der San Francesco gewidmet wurde und zwischen 1594 und 1606 erbaut wurde und im Jahre 1953 nach seiner Zerstörung bei einem Kreuzfeuer im zweiten Weltkrieg wiederaufgebaut wurde.
Die Küste Livornos und ihre Provinz ähneln in ihrer Beschaffenheit den Inseln des Toskanischen Archipels. Die Landschaft ist durch Hügel und Gebirge gezeichnet und auch wenn die Küste sandig ist, findet man viele steinige Gebiete und kleine Felsen, die aus dem Meer herausragen. Auch wenn es schwierig ist, das Land vom Wasser aus zu erreichen, war die Stadt in der Zeit ihres wirtschaftlichen Wachstums vor Angriffen von Piraten nicht gefeit. Von nun an war es nötig, in die Sicherheit und Abwehr der Stadt zu investieren. Dies wurde durch den Bau von Festungen, Mauern, Türmen und Schlössern direkt an der Küste realisiert.
